Akademie- & Konzertbüro Richter
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Kammermusik
Berliner Philharmonisches Bläserensemble
Besetzung:
Albrecht Mayer (Oboe)
Dominik Wollenweber (Oboe)
Wenzel Fuchs (Klarinette)
Manfred Preis (Klarinette)
Radek Baborak (Fagott)
Stefan de Leval Jezierski (Fagott)
Stefan Schweigert (Horn)
Henning Trog (Horn)
Biographien der Künstler

Albrecht Mayer
Geboren 1965 in Erlangen
Solo Oboe
Mitglied seit 1992
Albrecht Mayer erhielt zunächst Klavier-, Blockflöten- und Gesangsunterricht, ehe er im Alter von zehn Jahren mit dem Oboenspiel begann. Seine Lehrer waren Gerhard Scheuer, Georg Meerwein, Maurice Bourgue und Ingo Goritzki. Schon in früher Jugend erhielt er Einladungen von verschiedenen Orchestern, bei ihnen mitzuwirken, beispielsweise im European Community Youth Orchestra. Mehrfach mit Preisen und Stipendien ausgezeichnet, wurde er 1990 Solo-Oboist bei den Bamberger Symphonikern. Zwei Jahre später kam er in gleicher Position zu den Berliner Philharmonikern. Albrecht Mayer, der in aller Welt regelmäßig als Konzertsolist und Kammermusiker auftritt, wirkt auch als Dozent im Rahmen bedeutender internationaler Festivals. Kammermusikalisch musiziert er mit Partnern wie Hélène Grimaud, Leif Ove Andsnes, Lars Vogt und Thomas Quasthoff. 2004 wurde Albrecht Mayer als »Instrumentalist des Jahres« mit dem ECHO-Klassik-Preis ausgezeichnet.

Dominik Wollenweber
Geboren 1967 in Gräfelfing
Englischhorn
Mitglied seit 1993
»Ich habe als Englischhornist viel Zeit zum Zuhören. Meistens spiele ich erst dann, wenn alle anderen Musiker schweigen. Der dunkle Klang des Englischhorn kommt vor allem in den lyrischen, melancholischen und nachdenklichen Momenten zum Einsatz.«
Der Klang des Englischhorn ist ihm seit frühester Kindheit vertraut, war doch der Vater Englischhornist im Bayerischen Staatsorchester. Doch Dominik Wollenweber fand erst auf Umwegen zu diesem Instrument. Er spielte zunächst Flöte und wandte sich als 14-Jähriger der Oboe zu, die er bei Hagen Wangenheim an der Münchner Musikhochschule und bei Simon Dent am Richard Strauss-Konservatorium studierte. Erste Kontakte zu den Berliner Philharmonikern knüpfte er als Stipendiat der Orchester-Akademie, der er von 1991 bis 1993 als Schüler von Hansjörg Schellenberger angehörte. Während dieser Zeit war Dominik Wollenweber Solo-Oboist im Jugendsymphonieorchester der Europäischen Union unter Claudio Abbado. Nachdem er sich vergeblich auf diverse Oboenstellen beworben hatte, trat er bei den Berliner Philharmonikern zum Probespiel für die vakante Stelle des Englischhornisten an — und wurde engagiert. Neben seiner Tätigkeit im Orchester und kammermusikalischen Aktivitäten lehrt er seit dem Jahr 2000 als Gastprofessor für Oboe an der Musikhochschule »Hanns Eisler« und betreut die Holzbläser des Gustav-Mahler- Jugendorchesters. Der Vater von vier Kindern verbringt seine Freizeit am liebsten mit der Familie.

Wenzel Fuchs
Geboren 1963 in Innsbruck
Solo Klarinette
Mitglied seit 1993
"Was die Arbeit bei den Berliner Philharmonikern so einzigartig macht? Kommunikation, Spielfreude, Kollegialität und Qualität."
Wenzel Fuchs stammt aus einer Gegend, in der die traditionelle Blasmusik einen hohen Stellenwert hat: Der gebürtige Innsbrucker, Spross einer musizierfreudigen Familie, blies schon als Kind in diversen Blasmusikformationen die Klarinette. Nach den ersten Studien in Kitzbühel und Innsbruck ging er an die Wiener Musikhochschule. Dort bekam er die Gelegenheit, als Substitut bei den Wiener Philharmonikern mitzuwirken. Seine berufliche Laufbahn begann er als Solo-Klarinettist an der Wiener Volksoper, wechselte dann zum ORF-Sinfonieorchester und 1993 zu den Berliner Philharmonikern. Neben seiner Arbeit im Orchester ist Wenzel Fuchs solistisch und kammermusikalisch tätig, u.a. beim Philharmonischen Bläserensemble, bei den Philharmonischen Bläsersolisten, beim Philharmonischen Oktett und bei den Philharmonischen Freunden Wien-Berlin. Darüber hinaus lehrt er an der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker, ist seit Oktober 2008 Professor an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin und hat eine Gastprofessur an der Sakuyou-Universität für Musik im japanischen Okayama sowie eine Ehrenprofessur am Konservatorium in Shanghai und gibt weltweit Meisterkurse. Er fährt gerne Ski und verbringt seine Freizeit am liebsten mit der Familie.

Manfred Preis
Geboren 1954 in Hengersberg
Bassklarinette
Mitglied seit 1982
»Die Bassklarinette lebt von ihrem dunklen Klang. Immer wenn es im Orchester etwas Lyrisches, Mystisches oder Spirituelles zu sagen gibt, fängt die Bassklarinette an zu brummen. Das liebe ich an meinem Instrument!«
Nie im Leben hatte er daran gedacht, Bassklarinette zu spielen. Doch dann war bei den Berliner Philharmonikern eine Stelle als Bassklarinettist ausgeschrieben. Manfred Preis, Absolvent der Münchner Musikhochschule und der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker sowie Klarinettist des Radio-Symphonie-Orchesters Berlin, bewarb sich darauf - und wurde angenommen. Seither liebt er das tiefe Holzblasinstrument. Manfred Preis engagiert sich jedoch nicht nur im Orchester sondern auch kammermusikalisch, beispielsweise als Karinettist im Trio Berlin, bei den Bläsern der Berliner Philharmoniker und in diversen Kammermusikgruppen. Außerdem ist er seit Jahren ein gefragter Saxophonist. Als Pädagoge arbeitet er unter anderem an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg und mit internationalen Jugendorchestern.

Radek Baborak
Geboren 1976 in Pardubice
Solo Horn
Mitglied seit 2000
Radek Baborak begann bereits als Achtjähriger Horn zu spielen. 1994 schloss er sein Studium bei Bedrich Tylsar an der Musikakademie Prag mit Auszeichnung ab. Nachdem er erste Erfahrungen in Orchestern seiner Heimat Tschechien gesammelt hatten, führten ihn Engagements als Solohornisten zu den Münchner und anschließend zu den Berliner Philharmonikern. Als Solist und Kammermusiker konzertiert Radek Baborak außerdem weltweit in den Musikzentren und im Rahmen renommierter Festivals.

Stefan de Leval Jezierski
Geboren 1954 in Boston, USA
Horn
Mitglied seit 1978
»Es bedeutet mir sehr viel, bei den Berliner Philharmonikern zu spielen. Der Orchesterklang ist einmalig, es wird sehr auf Qualität geachtet - in jeder Hinsicht. Außerdem ist die Arbeitseinstellung sehr positiv!«
Für Stefan de Leval Jezierski gab es Gründe genug von der Trompete zum Horn zu wechseln: So fand er Klang und Optik des Instruments toll. Außerdem brauchte das Blasorchester seiner Schule Hornisten, sein Lieblingskomponist Mozart hatte mehr für das Horn als für die Trompete geschieben, nicht zuletzt schienen ihm auch die Berufsaussichten mit diesem Instrument besser. Ausgebildet wurde der gebürtige Bostoner an der North Carolina School of Arts und bei Myron Bloom am Cleveland Institute of Music. Bereits während seines Studiums wirkte er bei Konzerten und Tourneen des Cleveland Orchestra mit. Bevor er 1978 als hoher Hornist zu den Berliner Philharmonikern kam, war er zwei Jahre lang Solo-Hornist des Staatstheaters Kassel. Als Solist und Kammermusiker tritt Stefan de Leval Jezierski bei bedeutenden internationalen Musikfestivals in Europa, Asien und Amerika auf. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern des Scharoun Ensembles Berlin; außerdem unterrichtet er seit mehreren Jahren an der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker und als Professor h. c. an der Musikhochschule Shanghai. Er hat eine Jazz-Band, spielt seit über 20 Jahren Mannschafts-Tennis im Grunewald T.C. und interessiert sich darüber hinaus sehr für Kunst.

Stefan Schweigert
Geboren 1962 in Kaiserslautern
Solo Fagott
Mitglied seit 1985
Als Stefan Schweigert im Alter von zehn Jahren anfing, Fagott zu lernen, war zunächst Schüler von Alfred Rinderspacher in Saarbrücken. Später studierte er bei Klaus Thunemann an der Musikhochschule Hannover. Erste Orchestererfahrung sammelte er als Mitglied des Bundesjugendorchesters sowie als Aushilfe bei den Bamberger Symphonikern und dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn. Mit den Berliner Philharmonikern, aber auch mit anderen Ensembles wie beispielsweise der Camerata Bern hat er als Solist konzertiert. Mehrfach wirkte er beim Chamber Orchestra of Europe und bei Gidon Kremers Kammermusikfestival in Lockenhaus mit; außerdem musiziert er im Bläserensemble Sabine Meyer sowie mit den Berliner Barock Solisten. Bereits seit 1987 lehrt Stefan Schweigert an der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker.

Henning Trog
Geboren 1940 in Peine
Fagott
Mitglied seit 1965
Henning Trog, dessen erstes Instrument die Orgel war, absolvierte bereits als Schüler eine Ausbildung zum Kirchenmusiker. Später studierte er Fagott bei Herbert Tauscher in Hannover und Albert Hennige in Detmold. Er musizierte in dieser Zeit mit Ensembles wie dem Detmolder Bläserkreis und den Deutschen Bach-Solisten – Tätigkeiten, die mit Konzertreisen und Rundfunkaufnahmen verbunden waren. Als Berliner Philharmoniker engagiert er sich mit Kollegen aus dem Orchester nicht nur im Philharmonischen Bläserquintett, sondern auch bei den Bläsern der Berliner Philharmoniker. Darüber hinaus unterrichtet er junge Musiker bei verschiedenen Festivals sowie an der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker.
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